Ein Blick zurück ...       

Am Waldrand mit herrlicher Aussicht steht eine festlich gedeckte Tafel mit den verschiedensten Köstlichkeiten. Daran sitzen 18 Leute, die die Tischkultur mitten in der Prärie besonders zu schätzen wissen.

Zum 10. Mal (wir schreiben das Jahr 1998) sind etliche vom Reitclub St.Hubertus mit Freunden und ihrem Tross beim Vier-Tage-Ritt unterwegs - in alter Tradition von Michael und Linde Eiselt bis ins kleinste Detail perfekt durchorganisiert. Bei dieser Gelegenheit erinnert man sich, dass ein Teil des heutigen Reitclubs bereits seit 30 Jahren zusammen "Brotzeit macht".

Diese sog. Brotzeit entstand aus dem Brauch, nach dem Ausritt in der kleinen Gruppe und gemeinsamer Arbeit am Aufbau des Reitstalles an den Drei-Bögen einen Ringel Fleischwurst miteinander zu verspeisen.

St. Hubertus wurde größer - doch diese Besonderheit blieb. Man sitzt heute noch gerne zusammen am Tisch, und die Frauen setzen immer noch ihren Ehrgeiz rein, etwas Gutes aufzutischen, auch wenn die Töpfe größer werden mussten und man heute manchmal mit 30 bis 40 Hungrigen rechnen kann. Die Schar der aktiven Reiter ist allerdings eher kleiner geworden.

Ein kräftiges dreifaches "Horrido" auf die Brotzeit macht alle Mühe wett.

Die Anfänge waren eher bescheiden. Eine Handvoll Reiter hatte ihre Pferde im Köppel-Stall untergestellt. Man hatte aber bereits einen Oberstallmeister! Alfred Fischer nannte seine Herrschaft "Obercheef" - "großen und kleinen Cheef" und das "Freilein Hannalore".

Der Obercheef - Otto Bernschneider - ritt mit viel Haltung den Schimmel Marko, der in einer Woche seinen Besitzer und etliche andere Reiter ins Krankenhaus brachte. Otto lebte bis vor kurzem beschaulich am Tegernsee. Seit seinem Weggang leitet Walter Bach - der "große Cheef" - die Geschichte des Reitclubs St. Hubertus. Er ritt damals Wotan - sein jüngerer Bruder Helmut - der "kleine Cheef" - besaß Muni, eine temperamentvolle Stute. Das "Freilein Hannalore" Märklstetter, die einzige Amazone, liebte ihren Milan, auch wenn er ihr gar manches Mal zu einer Gehirnerschütterung verhalf. Jedes Mal erschienen alle Reitfreunde gemeinsam am Krankenbett und sprachen ihr wieder Mut zu!

Eines Tages bekam Walter Dagostin, vom Oberstallmeister "Dr. Augustin" genannt, ein Telegramm: "Ankomme Mittwoch 18:00 - Deine Rita".

Seine spätere Frau Ursel war sehr unruhig und fieberte dem Mittwoch entgegen. Dago wusste nicht recht, was auf ihn zukam - Walter hatte für Dago ein Pferd gekauft!

Rita war den Winter über in Lengenfeld untergebracht, wo auch Munerle, der erklärte Liebling vom Oberstallmeister Fischer ein halbes Jahr Kur machte. Im Winter 64 ritten Dago auf Rita und ich auf Muni von Lengenfeld aus in Richtung des neuen Reitstalls. Bei Manzenberg blieben wir in einer riesigen Schneewehe stecken und mussten einen großen Umweg machen - die anderen holten ihre Pferde aus dem Köppel-Stall.

 

Es war ein denkwürdiger Tag ...

... der Anfang vom Reitclub St. Hubertus an den Drei-Bögen.

 

(Traudel Bach)

 Reitclub

 

 


 

 


 

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