Fuchsjagd über goldene Stoppelfelder 

Der Reitclub St. Hubertus Marktredwitz richtet nach einjähriger Pause wieder den Traditionsritt aus. Das Spektakel findet bei schönstem Wetter statt.

 

Marktredwitz / Waldershof - Zum dritten Mal hatte der Reitclub Sankt Hubertus die Reiter in der Region zur Fuchsjagd eingeladen. Viele folgten dem Ruf und fanden sich am Samstagmorgen bei strahlendem Sonnenschein auf der Reitanlage bei den Drei Bögen ein.

Nachdem der Vorstandsvorsitzende Klaus von Glass die Anwesenden begrüßt hatte, zogen die in zwei Felder aufgeteilten Reiter los. Musikalisch begleitete sie die Parforce-Hornbläsergruppe der Firma Scherdel, die an diesem Tag ihr 25. Jubiläum feierte.

Das erste Feld, in dem Reiter über alle Hindernisse springen müssen, führte Master Kerstin Henkenius mit ihren Pikeuren Christina Quol, Corinna Siegle-Karayazi und Cornelia Legath. Master Kathrin Heißinger und ihre Pikeure Claudia Hochmuth, Stefanie Eckl und Nina Dimling sorgten im zweiten Feld für Ordnung. Die Reiter dieser Abteilung dürfen Hindernisse auch umreiten. Der zu jagende "Hauptfuchs" war Gerlinde Eiselt auf ihrem Pferd "Good Idea".

Auf Höhe der Abzweigung nach Masch gab es hinter Waldershof den obligatorischen Satteltrunk. Anschließend ließen die Reiter ihre Pferde über eine lange Strecke bis nach Masch galoppieren, wo auf einer Anhöhe der Stangenfuchs für das zweite Feld versteckt war. Johanna Reger sah ihn als erstes und riss ihn erfolgreich aus dem Gebüsch.

Von dort aus ging es querfeldein bis nach Hard, wo sich Reiter und Zuschauer beim Biwak mit Suppe und Kuchen stärken konnten. Die Pferde konnten unterdessen verschnaufen, denn anschließend kamen die nächsten Höhepunkte der Jagd.

So galt es, einen weiteren Stangenfuchs auf einem Feld bei Poppenreuth zu greifen. Dabei hatten die Veranstalter einen als Fuchsschwanz getarnten Ochsenschwanz aufgehängt und so den verdutzten Teilnehmern eine Falle gestellt. Hier griff Anton Schatzberger fälschlicherweise zu, was ihm beim abendlichen Jagdgericht teuer zu stehen kam. Den "richtigen" Fuchsschwanz sicherte sich Gabi Grießinger.

Auf dem selben Feld wurde daraufhin noch die Amazonenfüchsin Stefanie Eckl gejagt, die kurzfristig eingesprungen war und ihren Jägerinnen große Schwierigkeiten bereitete. Wie schon bei der letzten Jagd konnte auch dieses Jahr wieder Christina Quol die begehrte Trophäe erlangen.

Über die Stieglmühle ging es weiter nach Manzenberg, wo schließlich die erfahrene "Füchsin" Gerlinde Eiselt ihr Können unter Beweis stellte und erst nach einer langen Hatz den Fuchsschwanz durch Anton Schatzberger von den Schultern gerissen bekam. Beim Flachrennen auf einem goldenen Stoppelfeld bei Pfaffenreuth sicherte sich Stefanie Eckl mit ihrem Pferd Lilli den letzten Fuchsschwanz, da sie als erste die Ziellinie durchquert hatte.

Nach den spektakulären Ereignissen versammelten sich die Reiter zum "Halali" am Lagerfeuer auf dem Springplatz des Reitclubs, wo jeder noch einen Eichenzweig, den sogenannten Bruch, als Andenken erhielt. Abends ließ man den Tag im Gasthaus Stieglmühle mit einem Jagdgericht ausklingen, bei dem die Teilnehmer für ihre Verstöße gegen die Jagdregeln ordentlich zur Kasse gebeten wurden.

 

(aus: FRANKENPOST, Christoph Henkenius)

 

 


 

 

 


 

 


 

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