Schneller Fips auf Fuchsjagd       

        

Sankt Hubertus und Pferdefreunde Wölsau richten zum zweiten Mal einen gemeinsamen Jagdtag aus. Bei dichtem Nebel beginnt die Hatz nach den Trophäen.

 

Marktredwitz - In Zeiten, in denen Vereine mit Mitgliederschwund und fehlendem Nachwuchs zu kämpfen haben, ist es nicht einfach, große Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Das trifft auch auf den Reitsport zu. Gab es vor einigen Jahren im Herbst noch mehrere Fuchsjagden zu Pferde in der Region, so ist es heuer nur eine einzige. Um das Jagdreiten in der Region zu halten, haben sich die beiden Marktredwitzer Reitvereine RC Sankt Hubertus und die Ländliche Reit- und Fahrgemeinschaft Wölsau zusammengeschlossen und veranstalteten am vergangenen Wochenende ihr zweite gemeinsame Fuchsjagd. Rund 30 Reiter folgten dem Ruf auf die Reitanlage in der Pfaffenbühler Straße, wo der Jagdtag bei dichtem Nebel begann.

Ina Frohmader begrüßte die Reiter augenzwinkernd mit der Aussage, man habe bereits einen Fuchs über die Straße laufen sehen. Nach einem Hinweis auf rücksichtsvolles Reiten und einem dreifachen "Horrido" verschwanden die in zwei Felder aufgeteilten Reiter im Nebel, der der Jagd eine besondere Stimmung verlieh.

 

Das erste Feld, in dem die Reiter die Hindernisse auf der Strecke überspringen mussten, wurde angeführt von Melanie Bach-Schiener und ihren Pikeuren Kerstin Henkenius und Cathrin Beyer sowie Ina Frohmader. Das zweite Feld, das für unerfahrene Reiter gedacht war, und in dem die Hindernisse nicht zwingend übersprungen werden mussten, stand unter dem Kommando von Gabi Männer und ihren Pikeuren Peter und Anna-Maria Wilfer sowie Jürgen Reber.

Die Pikeure sorgen für Ordnung im Feld, kümmern sich um Reiter, die Probleme haben und achten darauf, dass die Jagdregeln eingehalten werden. Zu diesen Regeln gehört auch das Trinken mit der richtigen Hand, nämlich auf dem Pferd mit rechts, auf dem Boden mit links. Gerade diese Jagsregel wurde dem ein oder anderen zum Verhängnis, was beim abendlichen Jagdgericht ordentliche Geldsummen in die Kasse förderte. Die erfahrenen "Füchse", die es zu fangen galt, waren Gerlinde Eiselt und Karin Trice.

Kurz hinter Waldershof war der erste Stangenfuchs für das zweite Feld versteckt. Nach einem wilden Rennen riss Eva Breuer ihn aus dem Gebüsch, doch sie hatte ihn mit der falschen Hand gegriffen (laut Regel muss es die linke Hand ohne Handschuh sein). Und so bekam Claudia Hochmuth die Gelegenheit, den buschigen Schwanz aus dem Gestrüpp zu pflücken.

Beim Umtrunk auf einer malerischen Anhöhe bei Wolfersreuth riss der Nebel auf, und die Sonne strahlte von einem wolkenlosen Himmel. Ihren Siegeszug an diesem Tag begann Christina Quol beim Stangenfuchs des ersten Feldes, der bei Masch über einem Hindernis befestigt war. Im Sprung griff die junge Amazone zielsicher den Fuchsschwanz. Es sollte nicht ihr einziger an diesem Tag bleiben.

 

Beim Biwak in der Nähe von Hard konnten sich die Reiter stärken und ihren Pferden eine Ruhepause gönnen. Denn danach ging es ans Eingemachte - die Jagd auf die berittenen Füchse, zuerst für die Damen. In einer rasanten Verfolgungsjagd riss Christina Quol Amazonenfüchsin Karin Trice die begehrte Trophäe von der Schulter. Einen Umtrunk an der Stiegelmühle später waren die Hauptfüchse der beiden Felder begehrte Beute. Gerlinde Eiselt setzte all ihr reiterliches Können ein, bevor sie von Dr. Roman Lebek "erlegt" wurde.

Der Hauptfuchs des zweiten Feldes war die Trophäe bei einem Flachrennen. Es war die Stunde von Eva Breuer. Hatte sie den ersten Stangenfuchs mit der falschen Hand gegriffen, bewies ihr weißes Pony Fips jetzt seine Schnelligkeit und rauschte als Erster durch das Ziel.

Ina Frohmader bedankte sich am Lagerfeuer und beim "Halali" bei allen Reitern für das disziplinierte Verhalten. Trotzdem wurde beim abendlichen Jagdgericht in der Arzberger Bergbräu der ein oder andere Verstoß gegen die Jagdregeln "hart" bestraft. Untermalt wurde der Jagdtag stilgerecht von der Jagdhornbläsergruppe der Kreisjägergruppe Wunsiedel-Marktredwitz.

 

 

(aus: FRANKENPOST, Julia Kuhbandner)

        

 

Fuchsjagd 2011


       

(    FOTOS: Julia Kuhbandner, Christoph Henkenius)

Reitclub

 

 


 

 


 

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