Stoppelfelder und Pferdehufe      

 

Zwei Clubs haben sich zusammengetan, um eine Herbstjagd zu veranstalten. 30 Reiter sind begeistert.

 

Marktredwitz - Goldene Stoppelfelder, ein strahlend blauer Himmel und Blätter, die in den schönsten Herbstfarben leuchten: Das war die perfekte Kulisse für die erste Fuchsjagd des Marktredwitzer Reitclubs (RC) Sankt Hubertus und der Ländlichen Reit- und Fahrgemeinschaft (LRFG) Wölsau.

Rund 30 jagdbegeisterte Reiter trafen sich auf der Reitanlage an den Drei-Bögen. Wie Horst Zacharias, Vorsitzender des RC Sankt Hubertus, in seiner Begrüßung sagte, blicken beide Reitvereine auf eine lange Jagdtradition zurück, die bis in die 60er Jahre zurückreicht. Es sei aber heutzutage immer schwerer, eine Fuchsjagd zu veranstalten, nicht nur, was die Helfer betreffen. So stießen die Wölsauer in diesem Jahr auf Probleme mit der Strecke, erst dadurch kam die Zusammenarbeit. "Daher wollen wir die Tradition gemeinsam erhalten." Zacharias übernahm zusammen mit Thomas Männer, Vorsitzender der LRFG Wölsau, die Jagdherrschaft.

 

So bestand auch die Equipage aus Reitern beider Vereine. Das erste Feld, in dem die Reiter die Hindernisse auf der Strecke überspringen müssen, stellte der RC St. Hubertus mit Master Toni Schatzberger und den Pikeuren Cathrin Beyer und Kerstin Henkenius sowie Ina Frohmader und Melanie Bach-Schiener. Im zweiten Feld, in dem die Reiter die Hindernisse auch umreiten dürfen, war die LRFG Wölsau mit Master gabi Männer und den Pikeuren Peter Wilfer und Andreas Schmidt sowie Andreas Döbereiner für einen reibungslosen Ablauf verantwortlich.

Die Pikeure begrenzen ihre Gruppe von Reitern, auch Feld genannt, nach vorne und nach hinten sowie in der Breite. In der Breite sei das laut Schatzberger vor allem notwendig, um den Landwirten entgegenzukommen, die ihre Wiesen und Felder zur Verfügung gestellt haben. Daneben ist die Equipage dafür zuständig, dass traditionelle Jagdregeln eingehalten werden, zu denen es auch gehört, nicht ohne Erlaubnis des Masters zu rauchen, zu telefonieren oder abzusitzen.

Und schließlich ging es nicht nur um einen gemeinsamen Ritt durch die malerische Herbstlandschaft, sondern auch um gleich sechs Fuchsschwänze - zwei Stangenfüchse und ein Hauptfuchs für das erste Feld, ein Stangenfuchs, ein versteckter Stangenfuchs und ein Flachrennen-Fuchs für das zweite Feld.

Nach einem dreifachen  Horrido und dem Klang der Jagdhörner ging es auf die Strecke, die über Wolfersreuth und Waldershof bis nach Masch führte, wo sich Lisa Jahn aus Schönlind bei Weißenstadt den Stangenfuchs des zweiten Feldes sicherte, der in einem Baum versteckt war. Über Poppenreuth ging es nach Hard, wo sich die Reiter beim Biwak am Waldrand mit "Schnitz wie zu Großmutters Zeiten" und Kuchen für die wartenden Fuchsschwänze stärken konnten. Man war sich dort schon einig unter den Teilnehmern: Das ist eine tolle Jagd mit langen Galoppstrecken und schön gebauten Hindernissen.

 

Bei Poppenreuth sicherten sich dann zwei alte Hasen, Dieter Agthe aus Hof und Erwin Purucker aus Braunersgrün, die Stangenfüchse des ersten Feldes, die über einem Hindernis aufgehängt und im Sprung überwunden werden mussten. Der Stangenfuchs des zweiten Feldes ging an Annamaria Wilfer aus Selb. Über die Stieglmühle und Pfaffenreuth ging es zurück nach Marktredwitz, wo "Füchsin" Eiselt ihr Können unter Beweis stellte und es ihren Jägern schwer machte, bis ihr Erwin Purucker schließlich den Fuchsschwanz, seinen zweiten an diesem Tag, von der Schulter riss. Das fast noch spektakulärere Flachrennen auf dem Stoppelfeld gewann Lisa Jahn; sie sicherte sich damit ihren zweiten Fuchsschwanz.

Untermalt von der Parforce-Hornbläsern der Firma Scherdel unter Thomas Kutzer ging der Tag beim Verteilen der Brüche, Sträußchen aus Eichenlaub, am Feuer zu Ende.

 

 

(aus: FRANKENPOST, Julia Kuhbandner)

        

Fuchsjagd 2010


        

                   

    FOTOS: Julia Kuhbandner

Reitclub

 

 


 

 


 

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