Victor Zenker ritt am schnellsten

Marktredwitz - Der "Jäger zu Pferd" ist seit dem Jahr 1934, als die Wildjagd zu Pferde verboten wurde, nur noch eine imaginäre Figur, doch die Tradition der Jagdreiterei im übertragenen Sinne wird auch in unserem Raum noch gepflegt. Heutzutage verfolgt die buntgerockte Schar einen Reiter oder eine Reiterin, die an einem Jackenärmel eine Fuchslunte befestigt hat. Nach einer mehrjährigen Pause hatte der Reitclub St. Hubertus wieder zur Reiterjagd eingeladen und an die 40 Anhänger von St. Hubertus aus nah und fern hatten sich an der Anlage am Pfaffenbühl eingefunden. Sie kamen aus Forchheim, Bayreuth, Hof, Guttenthau, Selb, Fahrenbühl, Wölsau und Erlhammer. Nach der Begrüßung durch Hermann Meier und Worten zur Strecke von "Master" Horst Zacharias rief die Kemnather Jagdhornbläsergruppe zum Aufbruch.

In zwei Felder begaben sich die Reiter auf die 20 Kilometer lange Strecke. Voran ritt der "Fuchs" Gerlinde Eiselt. Insgesamt galt es über 25 Hindernisse zu springen. Zweimal mussten Bäche durchquert werden, wasserscheue Rösser gab es nicht. Oberhalb von Wolfersreuth bei einem großen Kreuz wurde ein kurzer Halt eingelegt. Der herrliche Panoramablick, harmonische Jagdhornklänge, schweißdampfende Pferde und besinnliche Reiter vermittelten ein beeindruckendes Bild.

Überhaupt verliehen die Bläser der Reitjagd eine besondere Note. In kleinen Gruppen aufgeteilt, überraschten sie die Reiter in Wald und Feld oftmals mit weit klingenden Signalen. Kurz vor dem Biwak oberhalb von Hard wurde ein Stangenfuchs für das von "Master" Jens Schönfelder geleitete zweite Feld ausgeritten. Ina Weidisch (RFG Marktredwitz) durchschaute schließlich die List des Veranstalters und fand die Lunte in einer aus Fichtenreisig erbauten Höhle. Den Stangenfuchs des ersten Feldes erhaschte Carmen Fischer vom Reitverein Fahrenbühl.

Unterhalb von Pfaffenreuth folgte der Auslauf des ersten Feldes. Gerlinde Eiselt machte es den Verfolgern wahrlich nicht leicht, ritt Kurven und unvermittelte Haken doch schließlich konnte Erwin Purucker aus Braunersgrün die Fuchslunte erhaschen. Der Hauptfuchs des zweiten Feldes wurde mit einem richtigen Auslauf ermittelt. Victor Zenker (LRFV Wölsau) hatte dabei das schnellste Pferd. Zurück am Ausgangsort verbliesen die Kemnather bei loderndem Jagdfeuer die Strecke und den musikalischen Höhepunkt bildete dann das Große Halali.

"Master" Zacharias dankte dann den Teilnehmern für ihr sportliches Verhalten und den Landwirten für das Entgegenkommen beim Benützen des Geländes. Den Ausklang bildete schließlich im "Goldenen Löwen" das Jagdessen mit Musik und Tanz, wobei ein Jagdgericht die kleinen Sünden mancher Teilnehmer humorvoll ahndete.


 

(aus: FRANKENPOST, 20.10.2003)


 



 

Stangenfuchs 1. Feld: Carmen Fischer (RV Fahrenbühl)

Stangenfuchs 2. Feld: Ina Weidisch (RFG Marktredwitz)

Hauptfuchs 1. Feld: Erwin Purucker (Braunersgrün)

Hauptfuchs 2. Feld: Victor Zenker (LRFV Wölsau)

 

 

 


 

 


 

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